.::Historie
INKIDU wird seit 1995 an der FH-Ravensburg-Weingarten entwickelt und seit 1997 an verschiedenen Baden-Württembergischen Hochschulen erfolgreich eingesetzt. Gefördert wurde das Projekt vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Programms LARS (Leistungsanreizsysteme zur Verbesserung der Lehre).

Informationen zum Projekt stehen über WWW unter www.inkidu.de zur Verfügung.

1997

Ziel des Jahres 1997 war es, das Umfragesystem INKIDU fertigzustellen (Version 1.0) und zu zeigen, dass es sich in der Praxis bewährt.

1.
Beseitigung von Fehlern und Erstellen eines Benutzerhandbuches.
2.
Evaluierung des Systems an der Fachhochschule Ravensburg-Weingarten im SS '97.
3.
Verbreitung des Systems an anderen Hochschulen in Baden-Württemberg.

Die Ziele 1 und 2 wurden im Wesentlichen erreicht. Die Evaluierung konnte jedoch erst im WS'97/98 durchgeführt werden. Grund hierfür waren Personalprobleme mit Studentischen Hilfskräften, wodurch sich die Implementierung / Fehlerbeiseitigung verzögerte. Aus diesem Grund musste die landesweite Einführung (Teilziel 3) auf 1998 verschoben werden.

Die genaue Funktionsweise, sowie die Benutzung von INKIDU kann dem Benutzerhandbuch (siehe Anhang) entnommen werden.

Ergebnisse

INKIDU 1.0 läuft stabil und hat sich bei mittlerweile sechs an der Fachhochschule Ravensburg-Weingarten durchgeführten Umfragen mit bis zu 55 Teilnehmern bewährt. Insbesondere die Arbeitsersparnis des befragenden Professors bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Umfrage erfüllt die an das Projekt gestellten Erwartungen.


ABBILDUNG Zeitaufwand des befragenden Professors für eine Umfrage mit INKIDU

Bei den ''sicheren'' Umfragen (siehe Handbuch) hat die Erfahrung gezeigt, daß insbesondere bei Veranstaltungen, bzw. Semestern bei denen die Studenten nicht regelmäßig am Computer arbeiten kleinere Probleme auftreten. Beispielsweise müssen fehlerhaft eingegebene Email-Adressen nachträglich korrigiert werden. Außerdem müssen die Studenten vor dem Ausfüllen der Umfrage das Umfragepasswort aus ihrer Email entnehmen. INKIDU bietet jedoch auch schon in der aktuellen Version die Möglichkeit, ''unsichere'' Umfragen (siehe Handbuch) durchzuführen. Hier werden keine Passworte vergeben, wodurch sich das Starten der Umfrage und das Ausfüllen der Fragebögen stark vereinfacht. Dieser Modus bietet sich an, wenn die Studenten während einer Veranstaltung in einem Rechnerlabor den Fragebogen ausfüllen sollen. In einfachen Worten ausgedrückt: Höhere Sicherheit bedeutet auch einen höheren Verwaltungsaufwand, in diesem Fall für die Authentifikation der Teilnehmer.

1998

Ziel des Jahres 1998 war der Aufbau eines stabilen INKIDU-Servers, der allen Fachhochschulen in Baden Württemberg für Umfragen zur Verfügung steht, sowie das System zu verbreiten.

Dieses Ziel wurde erreicht. INKIDU wird derzeit an 10 Hochschulen in Baden Württemberg genutzt, die das Problem der Bearbeitung gleichzeitig eintreffender Fragebögen auch bei umfangreichen Umfrageaktionen elegant löst. Die Benutzer sind durchweg mit dem System sehr zufrieden. Dies bekräftigt uns in unserem Plan, INKIDU langfristig anzubieten und weiterzuentwickeln.

Im Einzelnen wurden folgende Arbeiten durchgeführt:

  • Es wurde eine INKIDU-Homepage mit der Adresse
    www.inkidu.de
    erstellt, sowie ein Werkzeug zur Überwachung von Umfragen (Umfragemanagement).
  • Zur Speicherung und Verwaltung der Umfragedaten aller Nutzer wurde eine relationale Datenbank in das System integriert. Dadurch läuft das System wesentlich stabiler und die Archivierung der Daten für einen evtl. späteren Vergleich mit anderen Umfragen wird vereinfacht.
  • Auf dem Tag der Lehre in Aalen wurde INQUIRY erfolgreich vorgestellt. Ein großer Teil der derzeitigen Benutzer wurde auf diesem Wege angeworben. Es wurde eine Email-Liste für die Benutzer eingerichtet. Für die Zukunft soll über Email und WWW verstärkt an den Hochschulen des Landes geworben werden.
  • Die Betreuung der Benutzer stellte bisher aufgrund der noch geringen Anzahl (und der positiven Resonanz) kein Problem dar.

Über den für 1998 beantragten Umfang hinaus wurden folgende Erweiterungen von INKIDU durchgeführt: Es wurden neue Fragetypen kreiert und implementiert. Neben den bisherigen Typen Bewertungsfrage und Textfrage gibt es nun auch die Ja/Nein-Frage sowie die Einfachauswahlfrage und die Mehrfachauswahlfrage.

1999

  • Auf der Jahrestagung der FHBund in Brühl wurde INKIDU vorgestellt.
  • Es liegt eine Einladung zum Vortrag auf der 12. Jahrestagung des ARBEITSKREIS WIRTSCHAFTSINFORMATIK AN FACHHOCHSCHULEN vor.

Mitte bis Ende 1999 Sowohl die WWW-Seiten als auch die CGI-Scripte wurden überarbeitet. Des weiteren wurde eine Möglichkeit des Exports der Rohdaten als Textdatei realisiert. Damit ist es nun möglich, die Ergebnisse mit anderen Werkzeugen (z.B. SPSS) weiter zu analysieren.

Um die Datensicherheit zu erhöhen, wurden folgende Maßnahmen getroffen:

  • Einrichtung eines HTTPS-Servers unter Verwendung von Apache 1.3.9 und mod_ssl 2.4.7.
  • Zur Erstellung der Zertifikate wurde OpenSSL 0.9.4 verwendet.
  • Zur Authentikation der Umfrageleiter und zur Verzeichnisfreigabe dient mod_auth_msql 1.5.
  • Die Passwörter der Umfrageleiter sind in der Datenbank in codierter Form abgelegt. Für die Codierung wird eine 128Bit-Einweghashfunktion mit einem 48Bit-Salt verwendet (MD5-crypt(3) der glibc 2.1.2-Bibliothek).

INKIDU Pläne für Anfang 2000

Für die nahe Zukunft ist eine Web-Administrationsoberfläche geplant. Außerdem soll eine Möglichkeit zur Personendatenänderung für die Umfrageleiter realisiert werden. Um den Web/Datenbank-Server gegen Angriffe von außen zu schützen, ist eine Absicherung in Form einer mehrschichtigen Verteidigung mit Hilfe eines Firewall-Systems (Proxy und Paketfilter) unumgänglich.

Anwendungsorte

An folgenden Institutionen wird INKIDU benutzt:

FH Aalen
FH Albstadt-Sigmaringen
FH Augsburg
FH Berlin
FH Bund, Brühl
FH Deggendorf
FH Esslingen
FH Flensburg
FH Furtwangen
FH Hannover
FH Heilbronn
FH Karlsruhe
FH Kehl
FH Kiel
FH Konstanz
FH Ludwigsburg
FH Niederrhein
FH Nürnberg
FH Nürtingen
FH Offenburg
FH Ravensburg-Weingarten
FH Reutlingen
FH Rosenheim
FH Stuttgart
FH Trier
HTWK Leipzig
TU Ilmenau
Universität Bremen
Universität Dortmund
Universität Essen
Universität Frankfurt
Universität Freiburg
Universität Hamburg
Universität Jena
Universität Karlsruhe
Universität Linz
Universität Oldenburg
Universität Regensburg
Universität Salzburg
Universität Tübingen
Universität Ulm
Westsächsische Hochschule Zwickau

AHR Beratergruppe GmbH, Pinneberg
Arbeitsstelle Schulinformatik, Vaduz
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn
Dressel & Scheucher OEG, Wien
IBF&B, Institut für Bildungsforschung und Beratung, Luzern
IMBSE e.V., Moers
Institut für Angewandte Forschung, Freiburg
Institut für Angewandte Forschung, Reutlingen
Institut für Geoinformatik, Münster
Institut für Informatik und Gesellschaft, Freiburg
Institut für Wirtschaftsinformatik, Göttingen
Internationaler Bund, Köln
MTU-Friedrichshafen, Friedrichshafen
Siemens AG, München
Steinbeis Transferzentrum, Donaueschingen
TNS Communication, Ebersbach
TechniDATA, Markdorf
Wirtschaftförderungsgesellschaft, Friedrichshafen
Zühlke Engineering AG, Zürich

Resonanz

Das Feedback der 112 Benutzer ist durchweg positiv, wie folgende Kommentare zeigen:

«Fazit: Im Vergleich zu WebQuest ist ihr Programm deutlich komfortabler zu bedienen. Der Funktionsumfang ist OK. Für die optimale Verwendung wären einige Anpassungen jedoch sinvoll.»

«Vielen Dank für die Nutzerkennung für INQUIRY. Inzwischen habe ich das System auch schon ausprobiert. Es gefällt mir sehr gut. Das Programm ist m.E. selbsterklärend und die Fragebögen sehen gut aus. Jetzt bin ich gespannt auf die ersten Ergebnisse.»

«Vielen Dank für Ihre Mail. Ihr System ist wirklich ausgesprochen gut.»

«Vielen Dank für dieses ausgesprochen nützliche System.»

«Vielen Dank für den Zugang. Wir haben INQUIRY bereits für eine Umfrage zu einer Vollversammlung an unserem Fachbereich verwendet. Die Resonanz war noch wesentlich positiver als ich erwartet hatte.»

«Vielen Dank für die Zusendung meiner INQUIRY-Zugangsdaten. Ich habe sofort einen ersten Test unternommen und bin sehr beeindruckt von der Funktionalität und einfachen Bedienbarkeit Ihres Systems. Sicherlich werde ich INQUIRY im gerade begonnen Semester sowohl zu Evaluationszwecken als auch in der Lehre einsetzen bzw. vorführen.»

«Das INQUIRY-Werkzeug ist wirklich eine hilfreiche Sache.»

2000 - 2003: Bewährung und Erweiterung
Im praktischen Betrieb an immer mehr Hochschulen bewährt sich das Umfragesystem. Immer mehr nützliche Erweiterungen werden programmiert. Unter anderem besitzt INKIDU nun einen komfortableren Fragebogeneditor. Es gibt nun auch die Möglichkeit, Mehrfachumfragen durchzuführen. Eine Mehrfachumfrage kann z.B. dazu verwendet werden, hochschulweit mit einem festen Fragebogen viele Vorlesungen gleichzeitig zu evaluieren.

INKIDU wird seit 1996 im Rahmen des Förderprogrammes LARS (Leistungsanreizsysteme in der Lehre) der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Fachhochschulen in Baden-Württemberg gefördert.

01.04.2004: Privatisierung
Seit dem 1. April 2004 steht INKIDU auf eigenen Beinen. Es wird nun vom Steinbeis Transferzentrum KIDS unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Ertel betrieben. Da alle beteiligten Personen und die Infrastruktur erhalten blieben, gibt es bezüglich der Leistungsfähigkeit, der Stabilität und der Kundenbetreuung keine Änderungen. In naher Zukunft wird es aber einige nützliche neue Features geben.